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    13:35
    Linkin Park über ihr neues Album und das Musikgeschäft
    Metal-Gitarre, Rap und elektronische Wucht: Linikin Park ziehen in ihrem neuen Album alle Register. Wir sprachen mit Chester Bennington und Mike Shinoda über das heutige Musikgeschäft. 



    1. Am Mikro: Linkin-Park-Sänger Chester Bennington Foto: dpa


    Auch Superstars wie Linkin Park müssen sehen, wo sie bleiben. Die US-Band hat in den 15 Jahren ihres Bestehens etwa 50 Millionen Alben mit ihrer Crossover-Musik verkauft. Bevor sie sich nun auf das Ende der CD-Ära einrichtet, zieht sie mit ihrem fünften Album "Living Things", das am Freitag erschienen ist, noch einmal alle Register, die Metal-Gitarre, Rap und elektronische Wucht hergeben. Mit Sänger Chester Bennington (36) und Rapper Mike Shinoda (35) sprach Steffen Rüth.

    BZ: Chester, Mike, Ihre Single "Burn it Down" wird derzeit vom ZDF regelmäßig in der EM-Berichterstattung eingesetzt, und jüngst hat die Deutsche Telekom ein Linkin-Park-Konzert in Berlin organisiert und bezahlt. Wie viele Sponsoren sind für eine Rockband gesund?
    Chester Bennington: Was will man machen? Es gibt heute so viele unterschiedliche Kanäle, auf denen Songs zu den Menschen gelangen können – Radio, Youtube, Streamingseiten, Deals mit Firmen, Werbespots und viele mehr. Es reicht nicht mehr, einfach Musik aufzunehmen und der Plattenfirma zu sagen: "Hier, macht mal euren Job." Stattdessen muss man immer wieder neue Ansätze finden und die Musik anreichern.

    BZ: Und diesen Druck spürt sogar eine erfolgreiche Band Linkin Park?
    Bennington: Vor 20 Jahren wäre das alles tabu gewesen. Als ich in der Highschool war und meine damalige Lieblingsband Nine Inch Nails hätte zum Beispiel Autowerbung gemacht? Das wäre das Ende ihrer Glaubwürdigkeit gewesen, sie hätten mich als Fan verloren. Heute werden solche Geschichten fast schon erwartet. Das Geschäft ist härter geworden, und wir müssen mitziehen, ob wir das jetzt immer geil finden oder nicht.

    BZ: Werden Songs immer wichtiger und Alben immer unwichtiger?
    Bennington: Wir haben mit "Living Things" nochmal ganz bewusst ein fast schon altmodisches Album aufgenommen – mit 36 Minuten kompakt und den Hörer auf eine schlüssige wie aufregende Reise mitnehmend. Wir finden sowas gut. Aber die Kids?

    BZ: Was ist mit denen?
    Bennington: Die sind verloren. Mein ältester Sohn ist 16. Der hat sich in seinem Leben noch keine einzige CD gekauft. Meistens lädt er sich einzelne Songs runter und manchmal ganze Alben.

    BZ: Ist also Ihr neues Album nur noch ein Liebhaberprodukt?
    Bennington: Wir machen unsere Alben inzwischen für Leute, die noch keinen Internetzugang haben (lautes Gelächter).
    Mike Shinoda: Wer unser neues Album kauft, bekommt ein kostenloses Abo dazu. Mit diesem Abo erhält er dann einmal im Monat einen neuen Remix, den es sonst nirgendwo gibt, bis Ende des Jahres. Das ist schon eine coole Geschichte.

    BZ: Wollten Sie nach den experimentellen Alben "Minutes to Midnight" und "A Thousand Suns" jetzt mit "Living Things" wieder ein konventionelleres Linkin-Park-Werk aufnehmen?
    Shinoda: Wir sehen es nicht so, dass wir bei den letzten Platten zu weit rausgeschwommen sind und nun vorsichtig in der Nähe des Ufers bleiben möchten. Wir vermischen dieses Mal nicht nur die unterschiedlichen Stile, sondern auch die verschiedenen Versionen von Linkin Park. Deshalb klingen manche Stellen wie früher, manche Stellen aber auch vollkommen anders. "Until it Breaks" dürfte der wildeste Song sein, den wir jemals aufgenommen haben.
    Bennington: Wir lieben dichte, vielschichtige Platten. Kraft und Energie sind sehr wichtige Bestandteile unserer Lieder, und dazu gehören bei uns nicht nur, aber auch, klassische Instrumente und ein Rocksound. Nehmen wir "Roads Untraveled" – der fängt an wie ein kleiner Folksong und entwickelt sich dann zu dieser großen, mächtigen Rocknummer. Wir lieben so etwas.

    BZ: Ihr Gitarrist Brad Delson dürfte jedenfalls froh sein, dass er auf "Living Things" wieder mehr zu tun hat.
    Bennington: Niemand in der Band wird gezwungen, Sachen zu tun oder zu lassen. Wenn Brad auf dem letzten Album weniger Gitarre gespielt hat, dann deshalb, weil er vielleicht lieber Klavier spielen wollte.

    BZ: Chester, Sie sagen, die neuen Songs hätten sehr hoffnungsvolle und positive Texte. Allerdings zerbrechen ständig Dinge und Menschen, vieles geht kaputt, oft ist vom Scheitern die Rede.
    Bennington: Es kommt alles auf die Perspektive an (lacht). Für unsere Verhältnisse sind die Texte voller Hoffnung, weil ich zwar über unangenehme und schwierige Situationen spreche, den Hörer aber nie allein zurücklasse. Es gibt immer einen Ausweg – außer in "Powerless". Der Charakter in diesem Stück ist völlig außer Kontrolle, will sich nicht helfen lassen und zerstört sich selbst.

    BZ: "Lies Greed Misery" könnte vom Titel her ein politisches Lied sein.
    Shinoda: Politik kommt auf der neuen Platte praktisch gar nicht vor. "Lies Greed Misery" ist ein lautes, persönliches "Fuck you"-Statement an alle, die sich angesprochen fühlen. Musik ist ein tolles Werkzeug, um ab und zu die Sau rauszulassen.

    – Linkin Park: Living Things (Warner)
    Aufrufe: 726 | Hinzugefügt von: Swissiman | Bewertung: 0.0/0
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